Bonus- und RabattprogrammeBonus-und Rabattprogramme sind Instrumente, die sowohl im klassischen Retail-Geschäft (stationärer Einzelhandel) als auch im B2B-Bereich sowie im Online- und Versandhandel eingesetzt werden können. Als Trägermedien können auch Kundenkarten zum Einsatz kommen, allerdings sind hier auch andere Lösungen (Virtual Cards, RFID-Chips, Barcodes, Mobile Lösungen etc.) umsetzbar und aufgrund der hohen Kartendichte in deutschen Portemonnaies oftmals sinnvoller. Die Funktionsweise von Bonus- und Rabattprogrammen beruht im Wesentlichen auf dem Aufbau wirtschaftlicher Wechselbarrieren und Begeisterungsfaktoren. Bei geschickter Prämienauswahl und durch die Einführung mehrstufiger Programme (Statusprogramme) kann zudem eine hohe emotionale Kundenbindung erreicht werden. Diese Kundenbindungs-Instrumente sind vor allem geeignet, um bereits bestehende Stammkunden noch enger an das Unternehmen und seine Leistungen bzw. Angebote zu binden. Mit einem Bonusprogramm wird der Kunde für ein bestimmtes Verhalten (z. B. Wiederkauf, Mehrkauf, Weiterempfehlung etc.) belohnt. Dies geschieht meistens in Form einer virtuellen Währung (Punkte, Meilen), die gegen Sachprämien und/oder Barrabatte eingetauscht werden können. Bei einem Rabattprogramm dagegen wird dem Kunden ein so genannter "Cashback" gewährt; dies kann entweder in Form eines Sofortrabattes (vergleichbar mit einem Skonto-Abzug) oder durch Auszahlung gesammelter Rabatte geschehen.
Bonusprogramme können entweder einstufig gestaltet oder mit veschiedenen Status-Klassen aufgesetzt werden. In letzterem Fall wird die Kundendifferenzierung erheblich erleichtert und Kunden können je nach ihrem Wert noch intensiver belohnt und damit gebunden werden.
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